Das Spiel der Böblingen Bears vs. die Ostalb-Highlanders hatte Höhen und Tiefen und endete leider mit einem Tief. 26:14 mussten sich die Bears in Heidenheim geschlagen geben. Kommenden Sonntag müssen die Höhepunkte gegen die Bad Mergentheim Wolfpack überwiegen. Kick off 15.00 Uhr.

Zu ungewohnten schottischen Klängen trabten die Ostalb-Highlanders aufs Feld. Die gewannen den Münzwurf und durften nach dem Kickoff ihren ersten Angriff starten. Doch das Spiel begann gut für die Bears. Marvin Schieber pflückte sich das Leder und ging gleich zum Gegenangriff über. Nach 2 Spielzügen lagen die Bears mit Zusatzpunkten 7:0 vorne. Jubel bei den Bears. „Geht doch!“ Die Glückssträhne hielt an. Marvin Schieber stand zur richtigen Zeit am richtigen Ort und einen sicheren Griff nach dem Ei. Die Euphorie kannte keine Grenzen. Leider konnten die Bears ihr Glück nicht in Punkte verwandeln. Die blauen Ostälbler legten los. Die Defense hielt mit Maximilian Bähr, Nijaz Hamulic dagegen. Doch ein Sack am Böblinger Quarterback sorgte für ein Safety (Gewinn von zwei Punkten durch die verteidigende Mannschaft) zugunsten der Blauen. 7:2. So kamen die Bears zu einem Kickoff, obwohl die Highlanders die Punkte kassierten und das Angriffsrecht. Wieder stand die Defense auf dem Feld. Dominik Seifried und Frederic Haag zeigten die Krallen und wehrten die Angriffe von Lukas Gaude und Dirk Lucht ab. Das neue Quarter stagnierte. Jede Mannschaft versuchte ihr Glück mit Pässen, die ihr Ziel doch nicht erreichten, zudem war die Defense mit Max Bähr, Christopfer Colon und Nijaz Hamulic  aufmerksam und konnten das Angriffsrecht zurückholen. Es lief nicht so recht, es hagelte Strafen wegen Verzögerung, Passbehinderung und der Punt mit „Wumms“ wurde von Lukas Gauder zu früh geblockt. Die Highlanders waren noch weit in der Böblinger Hälfte und nutzen die Gunst der Stunde mit Kai Schmidt den Führungstreffer zu landen. Die Bears reagierten schnell und energisch. Quarterback Kuntze spielte einen weiten gelungenen Pass, nach einem weiten Run war der nächste Touchdown für die Bears in der Endzone. Mit Zusatzpunkt führten die Bear wieder mit 14:9. Der folgende Kickoff von Frederic Haag flog in hohem Bogen durch die Torstangen. Leider keine Punkte aber johlende Spieler. Der folgende Angriff der Highlanders wurde von Marvin Schieber umgehend durch eine Interception gestoppt, Angriffsrecht für die Bears  – aber Halbzeit. In der zweiten Hälfte hatten die Böblinger Anlaufschwierigkeiten. Strafen, gute Pässe und Runs von Sven Bayer. Doch die Higlanders standen viel zu früh wieder vor der Böblingern Endzone und kamen auch durch. Nijaz Hamulic wagte einen Satz über die Line, um die Zusatzpunkte zu verhindern, doch das kam bei den Schiedsrichtern schlecht an. Kein Satz über Gegenspieler, es sei denn der Ballträger macht’s. Die Zusatzpunkte zählten und die Strafyards beim Kickoff verrechnet. Es hagelte Strafen, zunächst hauptsächlich gegen die Bears, dann auch gegen die Highlanders. Oft waren die Teams nicht mit den Schiedsrichtern einverstanden, so kippte auch die Stimmung. Mit einer Strafe wegen unsportlichem Verhalten standen die Heidenheimer 1 Yard vor der Böblinger Endzone und nutzten die Gunst der Stunde. 14:22. Beim folgenden Kickoff-Return gelang Derek Thomas ein weiter Run durch die gegnerischen Reihen bis zur 40 Yardline. Doch die Defense der Blauen war stark und übte Druck auf Quarterback Philipp Kuntze aus. Das Angriffsrecht ging verloren und die Defense mit Fabian Decker und Lukas Witkovsky musste gegen die Ostälbler in Aktion treten. Letztendlich gelang der Heimmannschaft noch ein Fieldgoal, die Bears hatten beim Stand von 14: 26 das nachsehen.

Jürgen Wehrstein resümierte im Schluss-Huddle, dass „wir wussten, was der Gegner spielen würde – und das haben sie auch gemacht – aber wir haben sie nicht aufgehalten.“ Rainer Graf lobt das Team, „es habe stark gestartet und stark abgebaut. Letztendlich haben wir durch unsere eigenen Fehler das Spiel aus der Hand gegeben.“ Und Quarterback Philipp Kuntze mahnt seine Kampfesgenossen, sich bei Fehlern nicht gegenseitig zu zerfleischen. Das muss den Coaches überlassen bleiben. „Wir Spieler müssen immer bis zum Schluss Spielen- egal wo der Schiri das Leder ablegt.“ bestärkt Mike Zeyda.

Mit diesem Ergebnis sind die Böblingen Bears das Schlusslicht der Oberliga-Tabelle. Bleibt zu hoffen, dass sie gegen Bad Mergentheim am 9.7. im heimischen SVB Stadion punkten. Dann geht’s zum Auswärtsspiel nach Biberach, von denen eine Abordnung ebenfalls in Heidenheim das Spiel in Augenschein nahm. Am 23.7. kommen die Tübinger Red Knights zum Saisonfinale nach Böblingen. Noch drei Spiele, um den Abstieg aufzuhalten.